Dokumentation der Zukunftswerkstadt Verkehr

Welche Quellen wurden ausgewertet?

  • Flipcharts mit Anregungen von ca. 70 Teilnehmern („normale“ Bürger, Politiker/Mitglieder verschiedener Parteien, Vereins-, Interessens- und Wirtschaftsvertreter) der Zukunftswerkstadt Verkehr
  • 24 Kommentarbögen der Teilnehmer der Zukunftswerkstadt Verkehr
  • 4 Bürgereingaben zur Zukunftswerkstadt Verkehr (kurz vor der Veranstaltung)
  • 1 Bürgerportal-Artikel vom 24.6.2014 Verkehrslösungen für eine aufgeweckte Schlafstadt zur Zukunftswerkstadt Verkehr

Voraussetzungen:

Die einleitende Frage „Was wollen wir sein? Schlafstadt? Lebendige Stadt?“ wurde eindeutig beantwortet. Die Bürger wollen ein lebendiges Bergisch Gladbach.

Was verstehen die Bürger unter einer lebendigen Stadt? Was braucht eine lebendige Stadt nach Meinung der Bürger? (Antworten wurden möglichst originaltreu gelassen, Reihenfolge der Antworten ist wertneutral)

  • Wohnen + Arbeiten (2 Mal genannt)
  • Sichere Stadt
  • Kinderfreundliche Stadt
  • Kindergärten
  • Schulen
  • Bergisch Gladbach muss attraktiv für junge Menschen gestaltet werden (Demografischer Faktor: Ausbildungsangebote „Campus“)
  • Hochschulen
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Gute Nahversorgung braucht Einzelhandelskonzept
  • Viele Arbeitsplätze
  • Gewerbe
  • Grüne Stadt
  • Urbaner Gartenbau (gärtnerische Nutzung städtischer Flächen)
  • Fuß- bzw. Radläufigkeit
  • Barrierefrei
  • Verkehr einer lebendigen Stadt ist mehr als nur Autoverkehr (viele Autos behindern Lebendigkeit), dazu gehören auch
    • Zu Fuß gehen
    • Komfortabel Radfahren
    • Plätze für Begegnungen, nicht für Autos
    • Bus und Bahn
    • Carsharing
    • Kurze Wege, Stichworte: Demografischer Wandel, Familienfreundlichkeit
    • Straße als Lebensraum für alle, Straße anders aufteilen
  • Lebendige Stadt Bergisch Gladbach ist Mischung aus
    • Wohnen
    • Schule
    • Einkaufen
    • Freizeit
    • Arbeit
    • Allen Generationen
  • Bestehende Stärken („Lebendige Schloßstadt“) ausbauen
  • Vernünftige und beschleunigte Stadtplanung
  • Attraktivität

Mehrfache Frage der Bürger nach belastbaren Daten der Pendlerströme nach und aus Bergisch Gladbach

Antwort:

  • Nach Bergisch Gladbach: 25.207
  • Aus Bergisch Gladbach: 28.999 (Quelle: Pendlerrechnung NRW 2014, Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen, Seite 48)

Wünsche + Anregungen:

Auf die Frage „Welche Rahmenbedingungen/Eckdaten (in Bezug auf Verkehr) sind uns wichtig und geben wir den Politikern mit?“ antworten bzw. fragen die Bürger vielfältig. (Antworten wurden möglichst originaltreu gelassen, Reihenfolge der Antworten ist wertneutral)

Stadtplanung/-entwicklung (43 Nennungen)

  • Bergisch Gladbach braucht ein integriertes Verkehrskonzept (2 Mal genannt)
  • Sehr langfristige Planung des zukünftigen Verkehrs in B Gl notwendig: Was in 30 Jahren benötigt werde und funktionieren soll, müsse schon jetzt Konsequenzen haben und zwar unter Berücksichtigung globaler Trends. Das Auto in seiner bekannten Form verschwindet, die Gesellschaft wird immer älter, die Wirtschaft noch mehr von Dienstleistungen geprägt sein.
  • Verkehrsplanung gehört in Fachhände, sollte extern beauftragt werden. Diese Experten sollen sich dann mit den Bürgerwünschen auseinandersetzen.
  • Der Straßenraum in B Gl muss neu zwischen den gleichberechtigten Teilnehmern, nämlich Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern, aufgeteilt werden
  • Alle Verkehrsarten (Fußgänger, Autos, Rad etc.) in ein gemeinsames Konzept integrieren
  • B Gl braucht ein Gesamt-Stadt-Konzept, dass neben dem Verkehr auch andere Belange miteinbezieht
  • Anwendung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (4 Mal genannt)
  • Integriertes Stadtentwicklungskonzept zusammen mit Bürgern umsetzen
  • Stadtentwicklung (Flächennutzungsplan) gemeinsam mit beteiligten Gruppen/Bürgern angehen
  • Stadtentwicklung mit Nutzung der Kompetenzen der Bürger, gemeinsame Arbeitskreise von Bürgern, Verwaltung und Politik
  • Mehr Bürgerbeteiligung
    Konzept entwickeln, wie die notwendige Bürgerbeteiligung zielführend und effizient durchgeführt werden kann
  • Stärkere „Öffentlichkeit“ herstellen und zu den BürgernInnen hinbringen (Ausschluss Flächennutzungsplan)
  • Ergebnisse der ZKW Verkehr sehr genau ansehen und in Stadtplanung einbauen (2x)
  • Ergebnisse der ZKW mit Rat, Kreis und Verwaltung umsetzen, z.B. Stadtinfrastruktur neu denken, die Ratsfraktionen sollten eine Veranstaltung dazu planen
  • Stadt soll sich diese Fragen stellen: Wie sollen Bürger motiviert werden, weniger Auto zu fahren? Autofahren sanktionieren bzw. keine neuen Straßen bauen (negativ) oder Alternativen attraktiver machen (positiv)?
  • Vorrangige Aufgabe der Verkehrsplanung für Bergisch Gladbach darf es nicht sein, Bergisch Gladbach noch autogerechter zu machen, sondern die anderen Verkehrsmittel attraktiver zu machen, um die Bergisch Gladbacher Autolawine zu verkleinern.
  • Steigenden Bedarf an Infrastruktur für alternative Mobilitätslösungen: vom zu Fuß gehen über das Carsharing bis hin zum Radfahren und dem öffentlichen Nahverkehr.
  • Verkehrsströme erfassen
  • Stadt soll abfragen, welche Bedürfnisse Pendler und Junge haben, um geeignete Maßnahmen zu finden (2 Mal genannt)
  • Unterschiedliche Bedürfnisse unter einen Hut bringen: Derzeit pendeln ca. 22.000 Bergisch Gladbacher täglich nach Köln, aber weniger als die Hälfte der Bevölkerung ist überhaupt erwerbstätig (großer Anteil älterer Bürger).
  • Verkehrsplanung, die Alter der Bürger und deren dementsprechende Bedürfnisse berücksichtigt, hoher Anteil an alter Bevölkerung (2 Mal genannt)
  • Mobilität für alle, auch für Menschen mit Behinderung, dazu muss B Gl Rollatorentauglich sein und barrierefreien Fußverkehr ermöglichen (2 Mal genannt)
  • „Verkehrs-Wikipedia“ zu B Gl mit Zahlen/Daten/Fakten schaffen und für alle Bürger zentral im Internet verfügbar machen
  • Beachtung der örtlichen Regionen, keine Konzentration auf Bensberg und B GL-Zentrum
  • Keine Großprojekte, sondern individuelle Projekte, die an die demografische und wirtschaftliche Vielfältigkeit der unterschiedlichen Stadtteile angepasst sind.
  • Keine neuen Straßen bauen, wie Bahndammtrasse und die Ortsumgehung Refrath
  • Intelligente Lösungen an Engstellen schaffen, z.B. in Refrath an der Bahnhaltestelle Vürfelser Kaule eine Unterführung bauen, anstatt alle 10 Minuten die Schranke zu schließen
  • Prioritäten setzen, Finanzen optimieren, keine weiteren Fehlinvestitionen in ruhenden Verkehr (z.B. Parkhäuser und –plätze)
  • Man muss umdenken, um Änderungen zu erreichen. Das alte System funktioniert nicht, deshalb muss ein neues System geschaffen werden. Umdenken beginnt nicht nur im Rat und der Verwaltung, Umdenken muss beim Bürger beginnen.
  • Wir brauchen eine kinderfreundliche Stadt – auch in der Verkehrsplanung
  • Mach „kleine Schritte“, siehe Verkehrspolitische Herausforderungen und Stadtentwicklungskonzept beflügelt Radfahrer, aber ziehe das Große in Betracht, z.B. Drittelmix im Modal-Split: Motorisierter Individualverkehr, Radverkehr und ÖPNV
  • „Autos aus den Innenstädten raus, Fußgängerzonen schaffen“ kann kontraproduktiv sein. Auch der „böse Autoverkehr“ muss erhalten bleiben, damit das städtische Flair des „sehen und gesehen werden“ im Zusammenspiel von Passanten und Fahrzeugen erhalten bleibt und damit Handel und Dienstleister in den Innenstädten am Leben erhält. Ziel: Zentrumsnahe, gut erreichbare Parkplätze kombiniert mit Schritt-Tempo-Straßen und dem „außen `rum Verkehr“.
  • Stadtmitte soll frei von Fernverkehr sein
  • Stadt nicht in Grenzen denken

ÖPNV allgemein (16 bzw. 32, mit allen ÖPNV-Bereichen, Nennungen)

  • ÖPNV ausbauen (11 Mal genannt), Stichworte: ÖPNV „ohne Fahrplan“ (wie Paris oder Wuppertal), kurze Taktung bzw. kurze Wartezeiten für längere Zeiträume (Samstagnachmittag, Sonn-und Feiertagen und in der Woche ab 20.30 Uhr), senioren- und behindertengerecht
  • Schlechte ÖPNV-Verbindung zum Flughafen muss sich verbessern
  • ÖPNV muss kostengünstig und attraktiver werden, z.B. durch Schnellbusse, kostenloses WiFi im Bus
  • ÖPNV-Flatrate für alle
  • Einführung eines Bürgertickets für das Gebiet der VRS (Nach Vorbild des Semestertickets: Ein beitragsfinanziertes Bürgerticket, das als Solidarticket von allen Bürgern gezahlt wird)
  • Ausbau der Verbindungen zwischen den Bergisch Gladbacher Stadtzentren
  • Bau eines Bahnhofs in Gladbach, der diesen Namen verdient (statt Kassenhäuschen, das bei drei Besuchern schon überfüllt ist)
  • Fahrpreise im Verkehrsverbund Rhein-Sieg fairer , d.h. entsprechend der Entfernungen, gestalten, heute sind „Grenzübertritte“ zwischen Köln und B Gl unverhältnismäßig teuer

Bus (7 Nennungen)

  • Busverkehr ausbauen bzw. Bustaktung erhöhen (4 Mal genannt)
  • Dichtere Bustaktung den Hauptverkehrsachsen, statt mäandernde Sightseeing-Routen durch Wohngebiete. Ziel: Der Bus muss auf gleicher Strecke schneller als das MIV-Auto sein.
  • „Schnecken“-Busverbindung zwischen Bergisch Gladbach und Thielenbruch muss schneller werden
  • Ausstattung aller Busse mit Mobilfunk, damit Fahrer/innen den Kunden bei Verspätungen/Ausfällen besser Auskünfte geben und Alternativen nennen können

S-Bahn (6 Nennungen)

  • Heutiger 20-Minuten-Takt ist nicht ausreichend, Ziel: 10-Minuten-Takt, Zugausfälle verringern, dafür wird 2. Bahngleis benötigt (5 Mal genannt)
  • Bei der Frage nach der Finanzierung der Taktverdichtung der S-Bahn (2. Gleis) müssen auch die bisherigen Kosten des motorisierten Individualverkehrs für die Volkswirtschaft miteinbezogen werden

Straßenbahn (2 Nennungen)

  • Nutzung des Bahndamms für eine Straßenbahn, die die Linien 1, 3 und 18 miteinander verbindet
  • Engere Taktung der Straßenbahn

Regionalbahn (1 Nennung)

  • Der neue Rhein-Ruhr-Express (Düsseldorf – Duisburg) ersetzt künftig die Regionalexpress-Züge. Er muss deshalb auch, wie die Regionalexpress-Züge, in Köln-Mülheim halten. Ansonsten können die Menschen, die von Bergisch Gladbach mit der S 11 heute nach Köln-Mülheim fahren, um dort nach Norden (z.B. Düsseldorf) umzusteigen, dies künftig nicht mehr tun.

Fahrrad (29 Nennungen)

  • Fahrrad als Verkehrsmittel fördern (2 Mal genannt)
  • Das Fahrrad sollte in den Mobilitätsketten eine viel größere Rolle spielen. Es braucht dazu mehr und bessere Radwege, zudem kann man derzeit im Berufsverkehr sein Rad weder in Bus noch S-Bahn mitnehmen und auch nur an wenigen ÖPNV-Haltestellen sicher abstellen.
  • Stadt soll Diskurs führen zu: Brauchen wir Radwege oder gehören Fahrräder auf die Straße?
  • Flächendeckende Fahrradleihstationen (4 Mal genannt), gutes Beispiel: Paris hat ein öffentliches Fahrradverleihsystem mit heute über 20.000 Fahrräder an 1202 Stationen
  • Leihfahrräder an Park & Ride-Stationen
  • Bau von Radstationen in Gladbach (wird gemacht), Bensberg und Refrath (Gemeint sind bewachte Fahrradstationen. Dort steht das Fahrrad sicher und witterungsgeschützt. Darüber hinaus gibt es Fahrraddienstleistungen wie Mieträder, Reparaturen und oftmals auch das Sortiment eines kleinen Fahrradladens, siehe www.radstation-nrw.de)
  • Sicheres Fahrradparken in B Gl ermöglichen, besonders an Bus- und Bahnstationen
  • Beseitigung der jetzigen Fahrradständer (bei ihnen können nur mit Mühe Fahrräder angeschlossen werden, oft werden Vorder- oder Rückräder verbogen) und Einbau von Metallbügeln (wie die Baumschutzbügel in der Gladbacher Fußgängerzone oder die am Fahrradstellplatz am Stadthaus Konrad-Adenauer-Platz)
  • Bergisch Gladbach braucht ein funktionierendes Radwegenetz und ausreichende sowie sichere Fahrradständer, besonders an ÖPNV-Haltestellen (4 Mal genannt)
  • Bessere Infrastruktur für Fahrradfahrer: Radwege, Schutzstreifen und auf Straße (Tempo 30) (3 Mal genannt)
  • Radschnellwege auf allen Bahntrassen
  • Radschnellwege (2 Mal genannt), gutes Beispiel: Kopenhagen
  • Ausbau des Radwegenetzes zur besseren Verknüpfung der Bergisch Gladbacher Stadtteile untereinander (auch in die bergigen Stadtteile = E-Bikes lassen die Höhen schrumpfen) und zur besseren Anbindung an die benachbarten Städte und Gemeinden.
    Ausbau der Radwege, sodass sie gefahrenarmes Radfahren ermöglichen (derzeit enden viele Radwege im Nichts, sind nur „Randbemerkungen“ von Straßen und dienen als Abstellplätze für Straßenlaternen und Verkehrsschilder)
  • Damit die Schüler mit dem Rad zur Schule fahren können, benötigen sie sichere Wege
  • Mehr Radfahrer schaffen Platz auf unseren Straßen
  • Ladeinfrastruktur für E-Bikes ausbauen
  • Grüne Wege sind attraktiver für Fahrradfahrer
  • Öffnung der Gladbacher Fußgängerzone und der Einbahnstraßen für den Radverkehr (Schritttempo)

Motorisierter Individualverkehr (18 Nennungen)

  • Kosten des motorisierten Individualverkehrs für die Volkswirtschaft, z.B. Straßenbaukosten, Straßenerhaltungskosten, Umweltverschmutzung, berücksichtigen
  • Sich auf völlig neue Bedingungen im Autoverkehr einstellen: Klimawandel , technologischer Fortschritt usw. wird zu einem Bedeutungsverlust des Individualverkehrs im eigenen Auto führen (2 Mal genannt)
  • Stadt soll sich ernsthaft fragen: Brauchen wir mehr Straßen?
  • Unsere Straßen sind Investitionsruinen
  • Autos und ihre Parkplätze sind Platzfresser
  • Reiche Bergisch Gladbacher werden sich ihr Auto nicht nehmen lassen
  • Bergisch Gladbach braucht ausreichende Möglichkeiten des Car-Sharings (3 Mal genannt).
  • Autonome Autos/Roboterautos: In der Zukunft fährt das Car-Sharing-Auto bei Bedarf wie ein Taxi vor.
  • Imagekampagne gegen motorisierten Individualverkehr
  • Anbindung über Bahndammtrasse an Autobahnnetz
  • Autobahnzubringer von Stadtmitte zur A4 (wenn überhaupt, dann Nutzung der Straße In der Auen verlängert bis Gronau)
  • Kreuzungsbereich Hauptstraße / Odenthaler Straße:
    • statt Linksabbiegerspur am Ende der Odenthaler Straße Einrichtung eines Kreisverkehrs zwischen Stadtbücherei und Haus Quirlsberg 1; damit kann auch der Verkehr aus der Hauptstraße, vom Quirlsberg und vom Parkplatz neben der Gnadenkirche links abbiegen
    • mit der Ersparnis kann vermutlich auch der Kreisverkehr im Kreuzungsbereich An der Gohrsmühle / Bensberger Straße / Schnabelsmühle / Adenauerplatz finanziert werden
  • Vermeidung und Öffnung von Sackgassen (z.B. Hermann-Löns-Viertel / In der Taufe / An der Wasserdelle)
  • Beseitigung der mangelnden Orientierung – bestehende Achsen nicht missachten / zerstören (wie z.B. jüngst Hauptstraße auf der Höhe der Dechant-Müller-Straße)

Wirtschaftsverkehr (14 Nennungen)

  • Heutige Gewerbegebiete liegen ungünstig, Stichwort: Lieferverkehr von Zanders und Krüger
  • Brauchen Gewerbegebiete mit guter Verkehrsanbindung (Autobahnnähe)
  • Neues Gewerbe an der Autobahn ansiedeln
  • „Dreckiges“ Gewerbe am Stadtrand ansiedeln
  • „Sauberes“ Gewerbe in der Stadt ansiedeln
  • Transportketten mit der Bahn müssen komplett bis zum Empfänger geknüpft sein und dürfen zwischendurch keine Löcher haben. Problem „Schiene mit Löchern in der Kette“ meint, dass die Verlagerung des Wirtschaftsverkehrs auf die Schiene oft an Flaschenhälsen auf der Strecke scheitert.
  • Verlagerung des Schwerlastverkehrs auf die Schiene; die Bahnverbindung Gladbach Köln sollte so ausgebaut werden, dass sie für den Schwerlastverkehr attraktiver wird und die Bahntrasse zwischen Gladbach und Bensberg sollte auch wieder für den Schwerlastverkehr hergerichtet werden
  • Krüger sollte die Schienenverkehr nutzen (westlich des Unternehmens liegt ehemaliges Gleis nach Bensberg, nördlich liegt der Güterbahnhof Zinkhütte)
  • Zanders sollte, sobald das Werk wieder entsprechend ausgelastet ist, wieder den Schienenverkehr nutzen
  • Unternehmen (z.B. Zanders, Krüger) angemessen an den Kosten des Wirtschaftsverkehrs auf unseren Straßen beteiligen. Stichwort: Ein LKW belastet die Leverkusener Rheinbrücke 60.000 mal stärker als ein PKW (Quelle: Zeit)
  • Zukunft der Arbeit: Weg von Industrie – hinein ins Netz/Internetz
  • Anteil der klassischen Produktion in den nächsten Jahrzehnten wird dramatisch schrumpfen, dies sorgt für andere Bedürfnisse, deren heute schon Rechnung getragen werden muss
  • Bei Verkehrsplanung auch Bedürfnisse der Wirtschaft im Auge behalten
  • Die Bahntrasse als Autobahnzubringer für den Schwerlastverkehr macht wenig Sinn, denn so wird die Verstopfung der Fernstraßen mit LKWs weiter unterstützt

Verkehrsmix/Mobilitätsketten (11 Nennungen)

  • Guter Verkehrsmix bzw. schnelle Mobilitätsketten machen Stadt attraktiv, Stichworte: Wirtschaftsförderung, wichtiger Standortfaktor (4 Mal genannt)
  • B Gl braucht eine intelligente Vernetzung der Verkehrsmittel (Beispiel: Wer von Rommerscheid zur Arbeit nach Porz will, kann das per Bahn, Bus und Bahn zwar theoretisch lösen. Praktikabel ist das aber nicht.)
  • Intelligente Vernetzung mittels Mobilitätsmanagementkonzept
  • Stadt soll Mobilitätsketten für B Gl erarbeiten
  • Barrierefrei im Sinne von Mobilitätsketten
  • App zur Nutzung von Mobilitätsketten, die Nutzer lotst und hilft
  • Kombination von Bahn und Bus mit E-Bikes fördern
  • Park & Ride ausbauen

Dokumentation: Vera Werdes. Feedback bitte richten an: vera.werdes@email.de